Das ASICS INSTITUT FÜR SPORT-WISSENSCHAFT
Im Mai 1990 hat ASICS sein I
nstitut für Sport-Wissenschaft, das heute eines der weltweit größten und renommiertesten Forschungszentren für die Sportschuh- und Funktionstextil-Entwicklung, für die Analyse von Bewegungsabläufen im Sport sowie für Materialtests ist, im japanischen Kobe eröffnet. Mehr noch: ASICS hat damit seine Verpflichtung, jeden Sportler auf seinem Weg zum Ziel effektiv zu unterstützen, nachhaltig untermauert. Und führt damit die Philosophie seines Firmengründers fort. Das ASICS Institut für Sport-Wissenschaft in Kobe liegt ungefähr 200 Meilen westlich von Tokio und umfasst auf einer Fläche von über 16.000 m2 alles, was für fundierte, intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit notwendig ist – von der 350 Meter langen Allwetter-Laufstrecke und einer Halle für Volleyball und Basketball über Schwimmanlagen und Tenniscourts mit verschiedenen Belägen bis zu den verschiedensten Testräumen.
100 Mitarbeiter widmen sich hier – in einer einzigartigen Zusammenarbeit mit Sportlern und Trainern – ganz konzentriert der Beobachtung und Analyse der unterschiedlichen Bewegungsabläufe und der Erprobung verschiedenster neuer Materialien. Ihr Ziel: Das Equipment zu entwickeln, das den unterschiedlichsten Profi - und Freizeitsportlern in aller Welt immer wieder die Möglichkeit gibt, mehr zu erreichen und „ihren“ Sport intensiv zu genießen.
Von der Theorie in die Praxis
Das tiefe Verständnis für den Aufbau von Produktlösungen kommt nicht von selbst, man muss es sich erarbeiten – durch permanente wissenschaftliche Arbeit.
Wie weit die geht, ahnt man, wenn man sich vor Augen führt, dass allein der Fuß mit seinen 26 Knochen, 13 Gelenken, zahlreichen Muskeln und Sehnen, einem dichten Nervengeflecht und ungefähr 600 Schweißdrüsen pro Quadratzentimeter ein kleines, aber hochkomplexes Wunder der Natur ist.
Ein wirklich guter Sportschuh versteht und berücksichtigt das alles. Folglich ist er ein entsprechend diffiziles Gesamtwerk, bei dem die Kunst darin besteht, seine vielen Komponenten immer wieder perfekt auf den jeweiligen Einsatzzweck abzustimmen. Und die Spezialisten in Kobe beherrschen diese Kunst der differenzierten Entwicklung nicht nur, sie arbeiten dabei auch mit allen Mitteln.
Ob Hochleistungskameras, Hightech-Messinstrumente oder hoch entwickelte, komplexe Computersoftware – sie nutzen alles, was man für die wissenschaftliche Basisarbeit und die Analyse braucht. Die neuesten Instrumente, die dabei zum Einsatz kommen, sind Amfit-Analyse-Systeme, mit denen man sich ein ganz genaues Bild von den unterschiedlichen Fußsohlen machen kann, und vor allem 3-D-Messsysteme. Sie helfen bei der Sportschuh- und bei der Sporttextil-Entwicklung sowohl die Passform als auch den Temperaturhaushalt weiter zu perfektionieren. Und mit ihrer Hilfe wurden bis heute zum Beispiel tausende verschiedener Füße vermessen und erfasst. Diese Daten sind extrem wichtig, weil auf ihrer Basis die bestmöglichen Standard-Fußformen definiert werden, die am Anfang jeder Schuhentwicklung stehen.
So oder so: Die Ergebnisse aller Grundlagenforschungen und Analysen werden dann in den diversen Test- und Entwicklungsräumen Schritt für Schritt umgesetzt – in neue, differenzierte Konzepte, neue Technologien und neue Materialien, die in neuen Produktlösungen Form annehmen. Anders gesagt: Dieses umfassende Grundwissen ist der Ausgangspunkt für die eigentliche Schuhentwicklung.
Letztere beginnt am Computer, an dem der Designer ein erstes Modell entstehen lässt. Der nächst größere Schritt ist dann die Realisierung eines Prototyps, der im Laufe seiner Entwicklung reichlich Tests überstehen muss. Zu diesem Schuhtest-Marathon-Programm gehören nicht nur der Schock-Dämpfungs-Stabilitäts-Test, bei dem mit Hilfe eines Computers die Stabilität im Verhältnis zur Dämpfung errechnet wird, und der Flexionstest, 
Und was für die Sportschuhe gilt, gilt natürlich auch für die Sporttextilien. Heißt: Auch hier wird nach der wissenschaftlichen Basisarbeit hart und mit modernsten Mitteln getestet. So kommt bei der Entwicklung neuer Textil-Technologien und beim Test neuer Materialien ein neuer 3-D-Ganzkörperscanner zum Einsatz, der zum Beispiel auch für die weitere Optimierung der INNER-MUSCLE-Technologie wertvolle neue Daten und Erkenntnisse geliefert hat. Und auch er ist nur ein kleiner Schritt auf unserem Weg zum Ziel. Er ist nur ein Teil im großen Prozess, den man Fortschritt nennt. Denn es gibt neben dem Forschungs- und Entwicklungsbereich einen zweiten wichtigen und großen Bereich im ASICS Institut für Sport-Wissenschaft.
VON PROFI ZU PROFI, VON PROFIS FÜR PROFIS
ASICS-Ambassadors aus aller Welt sind regelmäßig zu Gast im ASICS Institut für Sport-Wissenschaft in Kobe. Und sie kommen nicht nur, um bei der Entwicklung neuer Sportschuh- und Funktionstextil-Konzepte mitzuarbeiten. Sie kommen auch, um sich „ihr“ ASICS-Equipment abzuholen. Dafür ist ein eigener Bereich im ASICS Institut für Sport-Wissenschaft zuständig. Er wird Workshop genannt und ist für die ganz persönlichen, maßgeschneiderten Einzellösungen verantwortlich – und das sind nicht wenige Hochleistungsschuhe pro Jahr. Alle perfekt zugeschnitten auf den einzelnen Sportler und die Anforderungen in „seiner“ Sportart. Dabei arbeiten zwei Abteilungen Hand in Hand: eine für das Upper, eine für die Sohle.
Und alles nur, damit es wirklich perfekt passt. Und zwar höchstpersönlich.
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